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agb-rechtswahl-schweizer-recht-rom-i

This Claude Code skill analyzes Swiss law selection clauses in standard terms as an attempt to circumvent German AGB law, clarifying Rome I Regulation Articles 3 (freedom of choice), 6 (mandatory consumer protection), and 9 (overriding mandatory provisions), while examining whether sections 305–310 BGB apply internationally. It addresses scenarios involving German users with Swiss subsidiaries, Swiss users with German customers, and mixed cases, providing assessment frameworks and clause drafts for legally secure choice-of-law provisions in Swiss-German mandates.

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SKILL.md

# Agb Rechtswahl Schweizer Recht Rom I

## Fachkern: Agb Rechtswahl Schweizer Recht Rom I

- **Klauselproblem (Agb Rechtswahl Schweizer Recht Rom I):** Rechtswahl Schweizer Recht in AGB als Versuch dem deutschen AGB-Recht zu entkommen. Skill klaert Rom-I-VO Art. 3 freie Rechtswahl Art. 6 zwingender Verbraucherschutz Art. 9 Eingriffsnormen sowie die Prüfung ob §§ 305-310 BGB international zwingend sind. Behandelt die Konstellation deutscher Verwender mit Schweizer Tochter Schweizer Verwender mit deutschen Kunden und gemischte Faelle. Liefert Prüfraster und Klauselentwurf für rechtssichere Rechtswahlklauseln in Schweiz-Deutschland-Mandaten. Verweist auf agb-und-242-bgb-eingriffsnorm.
- **AGB-Weiche:** Einbeziehung (§ 305 BGB), überraschende Klausel (§ 305c BGB), Transparenz (§ 307 Abs. 1 S. 2 BGB), Inhaltskontrolle (§§ 307-309 BGB), Rechtsfolge (§ 306 BGB) und Prozess-/Verbandsrisiko sauber trennen.
- **Beleglogik:** Originalklausel, Vertragsumfeld, Verwendungsnachweis, Verhandlungsspuren, Kundengruppe, Marktstandard und wirtschaftliche Wirkung als Matrix erfassen.
- **Arbeitsprodukt:** Klauselampel, Redline, Ersatzformulierung, Verhandlungsposition und gerichtsfeste Kurzbegründung mit Live-Check amtlicher Normenquellen.

## Sofortfragen

1. Wer ist Verwender, wer ist Vertragspartner?
2. B2C oder B2B?
3. Sitz und Wohnsitz der Parteien?
4. Vertragsabschlussort und Erfuellungsort?
5. Bezug zum deutschen Markt (Werbung, deutsche Sprache, deutsche Domain)?

## Rom-I-VO

### Art. 3 Rom-I — Freie Rechtswahl
- Grundsatz: Parteien können das anwendbare Recht waehlen.
- Auch Schweizer Recht (Drittstaat) ist waehlbar; Art. 2 Rom-I.

### Art. 6 Rom-I — Verbraucherschutz
- Bei Verbrauchervertrag mit Geschäftspartner, der Taetigkeit auf den Wohnsitzstaat des Verbrauchers ausrichtet ("ausgerichtete Taetigkeit"): trotz Rechtswahl gelten zwingende Verbraucherschutznormen des Heimatrechts.
- §§ 305-310 BGB sind solche zwingenden Verbraucherschutznormen.
- BGH-Linie: deutsches AGB-Recht greift bei deutschem Verbraucher und ausgerichteter Schweizer Taetigkeit durch.

### Art. 9 Rom-I — Eingriffsnormen
- Eingriffsnormen sind zwingende Bestimmungen, deren Beachtung als so entscheidend für den Staat angesehen wird, dass sie ungeachtet des nach den Rom-I-VO-Regeln anwendbaren Rechts anzuwenden sind.
- Sind § 307 BGB oder § 242 BGB Eingriffsnormen?
- BGH und h.M.: **§§ 305-310 BGB sind keine Eingriffsnormen** im Sinne Art. 9. Sie sind Schutznormen, aber sie regeln nicht das öffentliche Interesse, sondern die Wertung des Verbraucherschutzes — diese Wertung ist über Art. 6 Rom-I bereits abgesichert.
- **§ 242 BGB als Eingriffsnorm?** Vereinzelt vertreten, aber abzulehnen. § 242 ist kein international zwingender Anwendungsbefehl, sondern eine Generalklausel des deutschen Privatrechts. Die Konstruktion "über § 242 BGB greift das gesamte AGB-Recht international durch" ist nicht haltbar.

### Art. 21 Rom-I — Ordre Public
- Anwendung des fremden Rechts kann ausgeschlossen werden, soweit sie offensichtlich mit der öffentlichen Ordnung Deutschlands unvereinbar ist.
- Nur Kerngehalte (Vorsatzhaftungsausschluss, Verzicht auf Personenschaden) sind ordre public.

## B2B-Konstellation

- **Art. 6 Rom-I greift nicht** (kein Verbraucher).
- Wahl Schweizer Recht ist im B2B grundsätzlich wirksam, auch um deutsches AGB-Recht zu umgehen.
- Grenzen: Eingriffsnormen, ordre public, Sondervorschriften wie Art. 8 Rom-I bei Arbeitsvertraegen.

## Praxisempfehlung

- Bei B2C: Schweizer Recht als Rechtswahl ist effektiv nur Wahl der Auslegungsbasis, nicht der zwingenden Vorschriften.
- Bei B2B: rechtssicher; Schiedsabrede im Schweizer Recht plus Schweizer Schiedsort ist effiziente Kombination.
- Achtung: Schweizer OR Art. 8 (Allgemeine Geschäftsbedingungen) ist deutlich grobschnittiger als BGB §§ 305-310 — was den Aufwand reduziert, aber bei deutschem Gegenueber zu Akzeptanzproblemen fuehren kann.

## Prüfraster

1. B2C oder B2B?
2. Ausgerichtete Taetigkeit im Sinne Art. 6 Abs. 1 Buchst. b Rom-I?
3. Wahl Schweizer Recht formgerecht?
4. Zwingende deutsche Vorschriften nach Art. 6 oder Art. 9 Rom-I?
5. Ordre public einschlaegig?
6. Schiedsabrede parallel?
abmahnung-reagierenSkill

Output- und Streit-Skill für Abmahnung Reagieren: macht aus der AGB-Prüfung verwertbare Redlines, Entwürfe, Playbooks, Abmahnreaktionen oder Entscheidungsunterlagen.

abnahme-testingSkill

Klausel-Fachmodul für Abnahme Testing: prüft, redlined und entwirft die Klausel mit Risikoampel, Verbraucher-/B2B-Unterscheidung und praxistauglicher Ersatzfassung.

adversarial-test-agbSkill

Output- und Streit-Skill für Adversarial Test AGB: macht aus der AGB-Prüfung verwertbare Redlines, Entwürfe, Playbooks, Abmahnreaktionen oder Entscheidungsunterlagen.

aenderungsvorbehalt-308Skill

Norm- und Dogmatik-Skill für Änderungsvorbehalt 308: prüft die AGB-Kontrolle quellenstreng entlang BGB §§ 305 bis 310 und ordnet Rechtsfolge, Risiko und bessere Fassung.

agb-abtretungSkill

Klausel-Fachmodul für Abtretung: prüft, redlined und entwirft die Klausel mit Risikoampel, Verbraucher-/B2B-Unterscheidung und praxistauglicher Ersatzfassung.

agb-anwaltsvertrag-allg-mandatsbedingungenSkill

AGB im Anwaltsvertrag und Allgemeine Mandatsbedingungen. Skill klaert die AGB-rechtliche Prüfung typischer Mandatsbedingungen Verguetungsklauseln Verzugsregelungen Verschwiegenheit Auflagen RVG-konforme Honorarvereinbarungen und Sondervorschriften der BRAO. Liefert Prüfraster.

agb-anwaltsvertrag-und-allg-mandatsbedingungenSkill

AGB im Anwaltsvertrag und Allgemeine Mandatsbedingungen. Skill klaert die AGB-rechtliche Prüfung typischer Mandatsbedingungen Verguetungsklauseln Verzugsregelungen Verschwiegenheit Auflagen RVG-konforme Honorarvereinbarungen und Sondervorschriften der BRAO. Liefert Prüfraster im AGB-Recht.

agb-arbeitnehmerueberlassung-auegSkill

AGB bei Arbeitnehmerueberlassung (AUeG). Skill klaert die AGB-rechtliche Prüfung der Standardvertraege zwischen Verleiher Entleiher und Leiharbeitnehmer Equal-Pay-Klauseln Branchenzuschlaege Verleihbarkeitsausschluss Vertragsstrafe bei Abwerbung. Aktualisierungen AUeG 2017 und Folgejudikatur. Li...